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Quinoamehl – volle Ladung Proteine

Quinoamehl – volle Ladung Proteine

Quinoa zĂ€hlt zu den sogenannten Pseudogetreiden und nimmt aufgrund des hohen Proteingehaltes eine besondere Stellung unter den alternativen Mehlen ein. Das glutenfreie Mehl enthĂ€lt jedoch nicht nur viel Eiweiß, sondern punktet mit weiteren Mineralien, die sich in herkömmlichem Getreide nicht in dieser Vielfalt und Zusammensetzung finden lassen. Das aus SĂŒdamerika stammende Urgetreide vereint alle neun essentiellen AminosĂ€uren in sich und wird aus diesem Grund als “vollstĂ€ndiges Protein” bezeichnet. Proteine gehören zur Basis der menschlichen Zelle und können vom Körper selbst nicht in ausreichender Menge selbst hergestellt werden.

Quinoa wird als “Gold der Inkas” betitelt und schaut man sich die Pflanze und ihre Frucht etwas nĂ€her an, erschließen sich die GrĂŒnde, warum es sehr gerne auch als “Superfood” ausgewiesen wird.
Aufgrund des fehlenden Klebers ist Quinoamehl eine interessante Variante fĂŒr Menschen, die unter Zöliakie leiden oder die Weizenprodukte allgemein einfach nicht so gut vertragen.

Im folgenden Artikel geht es um das kleine, weiße Korn, welches als Mehl eine echte Alternative zu Weizen, Roggen, Gerste & Co. ist. Der hohe NĂ€hrstoffgehalt wird ebenso beleuchtet wie die Ursprungspflanze, die Verwendungsmöglichkeiten und einen eventuellen gesundheitlichen Nutzen. Welchen Vorteil hat das Mehl gegenĂŒber anderen Mehlen? Was bietet es geschmacklich? Und vor allem: Warum wird Quinoa derzeit als “Superfood” benannt?

Ist Quinoa ein Superfood?

Das kleine, weiße Korn scheint prĂ€destiniert dafĂŒr zu sein, um als “Superfood” bezeichnet zu werden. Es stammt aus einem exotischen Land, es enthĂ€lt eine hohe NĂ€hrstoffdichte und aufgrund des satten Anteils von rund 15 Gramm Eiweiß auf 100 Gramm ungekochte Quinoa ist es als Proteinlieferant fĂŒr Veganer hochinteressant. Zudem enthĂ€lt das “Gold der Inkas” rund 60 Gramm Kohlenhydrate – ebenfalls auf 100 Gramm ungekochte Quiona bezogen – die allerdings erst noch vom Körper aufgespalten werden mĂŒssen. Was so kompliziert klingt, hat einen einfachen Hintergrund: Der Verzehr von Quinoa macht durch die komplexen Kohlenhydrate erst einmal satt. Fasst man all diese Eigenschaften zusammen, kann Quinoa tatsĂ€chlich so etwas wie ein “Superfood” sein – auch wenn es ein recht werberelevanter Begriff ist.


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Die Geschichte und Herkunft des Pseudogetreides

Quinoa ist gemeinsam mit Amaranth seit ĂŒber 5.000 Jahren das Grundnahrungsmittel der Bevölkerung in der Andenregion. Immerhin erstreckt sich diese “Region” entlang der sĂŒdamerikanischen WestkĂŒste auf eine Strecke von ĂŒber 7500 Kilometern, einschließlich der Westseiten von Venezuela, Kolumbien, Ecuador, Peru, Bolivien, Argentinien und Chile. Die Menschen, die hier teilweise in Höhenlagen von ĂŒber 4.000 Metern lebten, versuchten sich einst Ă€hnlich wie die Bevölkerung im Flachland im Maisanbau. Leider gedeihte Mais in diesen alpinen Regionen nicht, so musste nach Alternativen gesucht werden. So wurde aus der Not heraus Quinoa kultiviert – und diese Pflanzenart wuchs und gedeihte, trotz der rauen Witterungsbedingungen der Anden.

Als dann die Zeiten der EroberungszĂŒge gegen die Inkas und Azteken begannen, kamen die Kriegswilligen auf eine perfide Idee: Sie untersagten den Anbau von Quinoa und Amaranth und zwar unter Androhung der Todesstrafe. Das alles diente dem Zwecke der SchwĂ€chung, denn ein hungriger, nĂ€hrstoffunterversorgter Gegner ist leichter zu bewĂ€ltigen. Vermutlich ist das der Grund dafĂŒr, warum Quinoa erst im 20. Jahrhundert in Europa Bekanntheit erreichte.

Im Jahre 1993 wurde von der NASA ein Bericht veröffentlicht, in dem Quiona als “neues Getreide” fĂŒr Raumstationen und Astronauten empfohlen wurde. Als GrĂŒnde wurden von der Nasa die einzigartige AminosĂ€uren-Struktur und der hohe Proteingehalt benannt.

Quelle: (ntrs.nasa.gov)

Dieser Bericht der NASA sorgte fĂŒr internationale Bekanntheit der sĂŒdamerikanischen Pflanze und weckte das Interesse der restlichen Welt. Das wiederum fĂŒhrte natĂŒrlich dazu, dass die Preise auf dem Weltmarkt anstiegen, was viele Bauern zur Aufgabe zwang. Heute findet der Anbau immer noch hauptsĂ€chlich in SĂŒdamerika statt, wobei sich hier Peru, Bolivien und Ecuador als fĂŒhrend erweisen. Pro Jahr werden rund 100.000 Tonnen Quinoa geerntet. In Europa wird zwar versucht, das GewĂ€chs anzusiedeln, doch bisher ist das noch nicht in grĂ¶ĂŸerem Umfang gelungen.

Die Ursprungspflanze

Zwischen dem 13. und 16. Jahrhundert waren umfassende Teile SĂŒdamerikas in den HĂ€nden der Inkas, daher rĂŒhren vermutlich die synonym verwendeten Bezeichnungen fĂŒr Quiona: Inkareis, Inkakorn, das Gold der Inkas aber auch Perureis. Die Pflanze (Chenopodium quinoa) zĂ€hlt zu den GĂ€nsefußgewĂ€chsen, zugehörig zu den FuchsschwanzgewĂ€chsen und zur Ordnung der Nelkenartigen. Damit gehört sie zur gleichen Familie wie Spinat oder Rote Beete. Ihre Robustheit und Unerschrockenheit gegenĂŒber rauen WitterungseinflĂŒssen machten sie 2013 zum “internationalen Jahr der Quinoa”. Forschungsprojekte tĂŒfteln derzeit aus, ob sich mit Quinoa die Hungersnot in weiten Teilen der Welt mindern ließe, da sie im Grunde dort wĂ€chst, wo sich keine andere Pflanze gerne ansiedelt.

Die Quinoa mag es ĂŒberhaupt nicht, wenn sie mit Unkraut in BerĂŒhrung kommt, das nimmt sie ĂŒbel. Hat sie etwa ein Drittel ihrer GrĂ¶ĂŸe erreicht, kann sie sich sogar selbst gegen Unkraut wehren, sie unterdrĂŒckt den Wuchs mittels ihrer krĂ€ftigen Pfahlwurzeln einfach.

Zudem vertrÀgt sie keine StaunÀsse und vergrÀbt ihre Wurzeln am liebsten in einem lockeren, durchlÀssigen Boden. Sie hat kein Problem mit Frost oder einer lÀngeren Trockenperiode, möchte aber die Sonne sehen.

In ihrer Wachstumsphase schießt sie bis zu zwei Meter hoch und bildet einen verzweigten StĂ€ngel mit zahnigen BlĂ€ttern aus. Die hirseĂ€hnliche Frucht variiert in der Farbe in allen Schattierungen, von schwarz ĂŒber rot bis weiß – mit allen erdenklichen Farbnuancen dazwischen.
Es gibt ĂŒbrigens nicht “die eine” Quinoa Pflanze. Zur gesamten Familie gehören mindestens rund 120 Arten. Je nachdem, welche Bedingungen die Pflanze an ihrem Wuchsort vorfindet, bringt sie ihre Samen in den genannten Farbschattierungen hervor. Hierzulande haben es drei Farben geschafft, sich zu etablieren: rot, schwarz und weiß, allerdings natĂŒrlich in allen Schattierungen.

Der Unterschied zwischen weißer, roter und schwarzer Quinoa

Die folgenden NĂ€hrwerte beziehen sich auf 100 Gramm Quinoa, so wie sie im Handel zur eigenen Weiterverarbeitung angeboten wird. Es sind Durchschnittswerte, die je nach Hersteller leicht abweichen können. Die Tabellen sollen aufzeigen, welche Unterschiede sich zwischen den verschiedenen Sorten bezĂŒglich Kalorien, Kohlenhydrate, Fett und Eiweiß ergeben können.

  • Weiße Quinoa

Es dĂŒrfte hierzulande die bekannteste Sorte sein. Der Geschmack ist angenehm leicht, etwas nussig, dabei aber sehr mild. Weiße Quinoa kann sowohl fĂŒr SĂŒĂŸ- als auch fĂŒr rustikale Speisen verwendet werden.

  • Rote Quinoa

Rote Quinoa kann von einem rosa-Ă€hnlichen Ton bis hin zu einem violetten Farbspektrum variieren – beim Kochen wird sie jedoch in jedem Fall braun. Sie schmeckt etwas fruchtiger als weiße Quinoa, kann aber immer noch in der KĂŒche fĂŒr herzhafte oder sĂŒĂŸe Gerichte genutzt werden.

  • Schwarze Quinoa

Schwarze Quinoa ist eine von Menschenhand gezĂŒchtete Kreuzung zwischen Quinoa-Samen und Spinat. Diese Sorte liefert Bissfestigkeit und einen etwas herben Geschmack.

 

NĂ€hrwerte pro 100 Gramm QuinoaWeiße Quinoa
Rote QuinoaSchwarze Quinoa
Energie1486,3 kJ/ 355 kcal1683,1 kJ/ 402 kcal1766,8 kJ/ 422 kcal
Fett in Gramm 5,97,68
Kohlenhydrate in Gramm66,466,164,6
Protein in Gramm12,212,112,4
Ballaststoffe in Gramm101416
(Die NÀhrwerte können sich je nach Herkunftsland und Herstellung unterscheiden. Bei den Angaben handelt es sich um gerundete Werte.)

 

Übrigens ist es unerheblich, ob daraus Mehl, Flocken oder gepuffte Quinoa entsteht. Werden ungekochte Samen vermahlen, enthĂ€lt das Mehl anschließend die ungefĂ€hren NĂ€hrwerte wie in der obigen Tabelle vermerkt.
Erhitzt (gekocht/gebraten) reduzieren sich die NĂ€hrwerte wie in der untenstehenden Tabelle.


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Die NĂ€hrstoffe von Quinoa

  • Proteine

Proteine sind die Basis menschlichen Lebens. Da der Körper Eiweiß nicht speichern kann, mĂŒssen Proteine tĂ€glich ĂŒber die Nahrung aufgenommen werden. Neun Proteine sind hierbei essentiell, also lebensnotwendig: Histidin, Isoleucin, Leucin, Lysin, Methionin, Phenylalanin, Threonin, Tryptophan und Valin. Alle neun Proteine sind in Quinoa enthalten.

Quelle: https://vegane-proteinquellen.de/warum-sind-proteine-wichtig/

  • Fette

Der Organismus ist zwingend auf Fett angewiesen, deswegen sollte bei einer DiĂ€t nie ganz auf Fett verzichtet werden. Wichtig ist nur die “QualitĂ€t” des Fettes, ideal sind hochwertige, ungesĂ€ttigte FettsĂ€uren. In Quinoa enthaltenem Fett spiegeln sich ĂŒber 90 Prozent solcher FettsĂ€uren wieder, etwa wertvolle Omega-3-FettsĂ€uren oder LinolensĂ€ure.

  • Kohlenhydrate

Das Inkakorn enthĂ€lt komplexe Kohlenhydrate, die im Gegensatz zu einfachen Kohlenhydraten (beispielsweise weißer Industriezucker) vom Körper erst aufgespalten werden mĂŒssen. Das verhindert einen zu schnellen Anstieg oder Abfall des Blutzuckerspiegels und mindert ein schnelles HungergefĂŒhl nach dem Essen.

  • Ballaststoffe

Ballast hört sich immer nach etwas an, das man nicht benötigt, doch ernĂ€hrungsphysiologisch betrachtet sind Ballaststoffe unabdingbar fĂŒr einen gesunden Darm. Ballaststoffe regulieren die Verdauung und nehmen auf ihrem Weg durch das Verdauungssystems gleich schlechte Substanzen wie etwa schĂ€dliches Cholesterin mit.

  • Vitamine und Mineralstoffe

Quinoa enthĂ€lt eine Vielzahl gesunder Inhaltsstoffe. So finden sich Kalium, Natrium, Magnesium, KieselsĂ€ure, Eisen, Zink und Mangan in der sĂŒdamerikanischen Frucht. Die Vitamine B, C, E und Carotin runden das gesundheitlich vorteilhafte Nahrungsmittel noch weiter ab.

Ein kleines Wort noch zum Eisengehalt der kleinen Körner: Der Eisenwert liegt bei rund 7,6 Milligramm pro 100 Gramm. Damit kommt Quinoa zwar nicht an die Eisenwerte von Weizenkleie heran, doch es ist durchaus ein ordentlicher Wert.

NĂ€hrstoffe des gekochten Samens

NatĂŒrlich gehört zur Thematik “NĂ€hrstoffe Quinoa” noch der Vergleich “gekocht und ungekocht”.
In der oberen Tabelle werden die durchschnittlichen NĂ€hrstoffe von ungekochter Quiona angegeben, die folgenden Angaben beziehen sich auf das gekochte / erhitzte Produkt:

NĂ€hrwerte pro 100 Gramm Quinoa (gekocht)
Energie435,4 kJ/ 104 kcal
Fett in Gramm 1,8
Kohlenhydrate in Gramm16,68
Protein in Gramm3,49
Ballaststoffe in Gramm3,08
(Die NÀhrwerte können sich je nach Herkunftsland und Herstellung unterscheiden. Bei den Angaben handelt es sich um gerundete Werte.)

Die Verwendung von Quinoa

Es gibt insgesamt drei Nutzungsmöglichkeiten der sĂŒdamerikanischen Getreideart: in der KĂŒche, in der Kosmetik und als Faserstoff.

  • In der KĂŒche

Quinoa ist ein recht vielseitiges Lebensmittel. Es kann als Zusatz in den Joghurt, in das MĂŒsli oder in den Smoothie eingerĂŒhrt werden, einfach als nahrhafter Zusatz. Es ist ein sĂ€ttigendes Lebensmittel, das beispielsweise bei einer DiĂ€t gut eingesetzt werden kann. Das Pseudogetreide kann zudem als Beilage verwendet werden, etwa als Alternative zu Reis. Dazu wird es wie folgt zubereitet

Grundrezept Quinoa:

Die folgenden Zutaten werden fĂŒr das Rezept benötigt:

  • 1 Tasse Quinoa
  • 2 Tassen wasser oder GemĂŒsebrĂŒhe
  • etwas Salz
  • je nach Wunsch etwas Pflanzenöl

 

So wird’s gemacht:

Zuerst werden die Samen unter fließendem Wasser gewaschen, bestenfalls in einem engmaschigen Sieb. Anschließend werden Wasser oder GemĂŒsebrĂŒhe in einen Topf gefĂŒllt, gefolgt von dem Inkakorn. Kurz bei höchster Hitze aufkochen, anschließend bei mittlerer Hitze rund 15 Minuten köcheln lassen. So gelingt eine leicht bissfeste Struktur. Sollen die Körner noch weicher sein, einfach noch ein paar Minuten weiterköcheln lassen. Sollen die Körner etwas herzhafter schmecken, werden sie vor dem Kochen fĂŒr zwei Minuten auf höchster Stufe angebraten und anschließend wie beschrieben gekocht.

Durch den feinen nussigen Geschmack kann Quinoa auch als Ersatz fĂŒr beispielsweise Milchbrei genutzt werden. Das Pseudogetreide wird wie oben beschrieben nach dem Grundrezept zubereitet (ohne Salz) und wird je nach individuellem Geschmack mit Honig oder Zucker verfeinert.

Wer mag, nutzt den milden Geschmack im Salat oder in der Sauce. Sie können als Grundlage fĂŒr Bratlinge in der vegetarischen KĂŒche verwendet werden oder als sĂ€ttigendes Element in den Eintopf gerĂŒhrt werden.

Rezept Salat mit Quinoa

FĂŒr den Salat werden die folgenden Zutaten benötigt:

  • 1 Tasse Quinoa
  • etwas Wasser
  • 1 Salatgurke
  • 1 Avocado
  • je nach Geschmack 8 – 12 Cocktailtomaten
  • gehackte Petersilie
  • etwas Salz
  • ein Teelöffel Olivenöl
  • etwas Chili, Pfeffer und Salz

 

So wird’s gemacht:

Zuerst werden die Quinoa unter fließendem Wasser gewaschen und fĂŒr rund 20 Minuten gekocht. In der Zwischenzeit Tomaten, Avocado und Gurke klein schneiden. Wenn die Quinoa schön weich (vergleichbar mit Reis) ist, abgießen und kurz abkĂŒhlen lassen, anschließend mit dem GemĂŒse gut vermischen. Mit Öl und den GewĂŒrzen je nach Geschmack vollenden.

Herstellung von Quinoamehl

Anders als beispielsweise bei Kokosmehl werden die kleinen Quinoa Samen nicht gepresst, sondern gemahlen. So kann es praktischerweise in der heimischen KĂŒche selbst hergestellt werden. Der Samen des Pseudogetreides lĂ€sst sich in einer entsprechenden MĂŒhle (GetreidemĂŒhle, KaffeemĂŒhle) leicht mahlen oder schroten.

Quinoa Flocken – so werden sie gemacht

Die leckeren, bekömmlichen Flocken werden immer beliebter, doch wie werden sie hergestellt? Ganz einfach: Flocken entstehen meist durch zu dĂŒnnen PlĂ€ttchen gequetschte Samen. Das lĂ€sst sich ebenfalls selbst bewerkstelligen, sinnvoll ist fĂŒr die “Flockenherstellung” eine Flockenquetsche.

Quinoa gepufft – so geht’s

Quinoa lĂ€sst sich vergleichsweise einfach puffen, zuvor jedoch steht die Entscheidung im Raum, ob die samen nochmals gewaschen werden sollen oder nicht. Hier empfiehlt sich ein kurzer waschgang aus geschmacklichen GrĂŒnden, auch wenn auf der Verpackung ausgewiesen ist, dass die Samen vorgewaschen sind.

Normalerweise entfernen die Hersteller die bittere Substanz Saponin. Allerdings kann es passieren, dass sich doch noch ein wenig an den Samen befindet, was den Geschmack leicht ins Bittere zieht. Werden die kleinen Körner unter fließendem Wasser abgewaschen, sollten alle Bitterstoffe verschwunden sein, dafĂŒr mĂŒssen die Samen gut trocknen, bevor sie gepufft werden können.

Gepuffte Quinoa werden in etwa wie Popcorn hergestellt, entweder mit etwas neutralem Öl oder trocken. Dazu werden die Samen in einen Topf gegeben und bei hoher Hitze so lange geschwenkt, bis sie aufplatzen. Quinoa platzen nicht ganz so explosionsartig wie Popcorn auf, doch es reicht, um sie sich in gepuffter Form ĂŒber das MĂŒsli zu streuen und sich an dem nussigen Aroma zu erfreuen.

Quelle

  • Die Nutzung in der Kosmetik

Veganer haben die Vorteile des sĂŒdamerikanischen Samens als Naturkosmetikzusatz entdeckt. AuszĂŒge und Extrakte finden ihren Gebrauch in Shampoos, SpĂŒlungen oder Cremes. In der Haarpflege wird naturkosmetischen Produkten mit Quinoa Glanz und seidiger Effekt der Haare zugeschrieben. In Cremes oder anderen Hautpflegeprodukten soll sich der Effekt ĂŒber das im Quinoa enthaltene Vitamin B einstellen.

  • Die Applikation als Faserstoff

Im Grunde ist Quinao aufgrund seines Ballaststoffanteils ein Lebensmittel mit hinreichend Faserstoffen. Deswegen wird es gerne in der alternativen Medizin oder bei der Herstellung von diĂ€tetischen Lebensmitteln eingesetzt. DiĂ€tetische Lebensmittel bedeutet, dass es sich um speziell zubereitete Lebensmittel, speziell fĂŒr Diabetiker handelt.

Die Nutzung von Quinoamehl

Aus dem gemahlenen Samen entsteht ein feines Mehl, welches wunderbar als Ersatz fĂŒr andere Getreidemehle eingesetzt werden kann. Es eignet sich allerdings nicht zum Brotbacken, denn der fehlende Kleber verhindert gleichzeitig die Treibeigenschaften und ElastizitĂ€t des Teiges. Doch Pfannkuchen oder flache Kekse können damit durchaus gelingen. Wer den feinen Geschmack von Quinoa in seinem Brot haben möchte, tauscht einfach 25 Prozent des Weizen- oder sonstigen Brotbackmehls mit Quinoamehl aus.

Welche Alternativen gibt es zu Quinoamehl?

Das Mehl der sĂŒdamerikanischen Frucht verhĂ€lt sich beim Backen Ă€hnlich wie Buchweizenmehl, Kokosmehl oder Teffmehl. Es ist wie die genannten Mehle glutenfrei und kann somit nicht als kompletter Ersatz fĂŒr Brotgetreide wie Weizen, Roggen, Dinkel oder Gerste werden. Doch schaut man sich generell unter den Alternativen zu glutenhaltigen Mehlen um, dann wird die Wahl bald schwer: Mandelmehl, Leinsamenmehl, Nussmehl, Kichererbsenmehl, Maismehl, Johannisbrotkernmehl, Guarkernmehl oder Amaranthmehl, um zu den bereits genannten noch weitere Beispiele hinzuzufĂŒgen.


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Ist Quinoa basisch?

ErnĂ€hrungsberater weisen immer wieder daraufhin, dass der Lebensmittelverzehr aus rund 70 bis 80 Prozent basischen und zwischen 20 und 30 Prozent aus sĂ€urebildenden Lebensmitteln bestehen sollte. Quinoa gehört zu den basischen Produkten und sorgt dadurch schon fĂŒr eine gesunde “Basis” auf ernĂ€hrungsphysiologischer Ebene.

FĂŒr wen eignet sich Quinoamehl?

Besonders Sportler profitieren von dem hohen Proteingehalt der sĂŒdamerikanischen Frucht. Aber auch Menschen, die an einer WeizenunvertrĂ€glichkeit oder Zöliakie leiden, haben mit Quinoamehl eine gute Alternative – genau wie mit Buchweizenmehl, Mandelmehl oder Kokosmehl. Auch im Rahmen einer Low-Carb-ErnĂ€hrung ist das Inkagold ein echter Gewinn.

Noch ein kleiner, recht unbekannter Tipp: Quinoamehl eignet sich ausgezeichnet fĂŒr Menschen, die an einer Histaminintoleranz leiden. Es enthĂ€lt nĂ€mlich hinreichend Magnesium und Zink – also Mineralstoffe, die bei einer solchen Intoleranz in hohem Maß verzehrt werden sollten.

FĂŒr wen eignet sich Quinoamehl nicht?

Bei allen positiven Eigenschaften: das kleine Korn enthÀlt Gerbstoffe und Saponinen. Deswegen wird davon abgeraten, SÀuglingen Produkte mit Quinoa zu geben.

Quelle: (www.dge.de)

GrĂŒnde, die fĂŒr Quinoa sprechen

Es gibt zahlreiche GrĂŒnde, das Pseudogetreide in seinen tĂ€glichen Speiseplan zu integrieren:

  • Die NĂ€hrstoffe

Neben dem hochwertigen Protein enthÀlt der Samen eine Vielzahl wertvoller Substanzen: Mineralstoffe, alle neun essentiellen AminosÀuren, Vitamine und vor allem: kein Gluten.

  • Die basische Grundlage

Quinoa ist basisch und gleicht sÀurelastige Lebensmittel aus.

  • FĂŒr Abnehmwillige

Die enthaltenen Kohlenhydrate mĂŒssen vom Körper erst aufgespalten werden, bevor sie verwertet werden können. Das bedeutet, dass das SĂ€ttigungsgefĂŒhl nach dem Verzehr lĂ€nger anhĂ€lt.

  • FĂŒr Diabetiker

Auch bei Diabetikern kann Quinoa wertvolle UnterstĂŒtzung leisten. Durch den bereits angesprochenen Kohlenhydratanteil wird der Blutzuckerspiegel reguliert, er schießt nicht – wie beispielsweise bei weißem Industriezucker – unkontrolliert in die Höhe.

  • Abwechslung in der KĂŒche

Quinoa lĂ€sst sich wie Reis verarbeiten, etwa als Beilage oder als eigenstĂ€ndige Zutat. Auch als Grundlage fĂŒr vegetarische Bratlinge oder als geschmackliche UnterstĂŒtzung im Salat, MĂŒsli oder Smoothie kann das vielseitige Korn eingesetzt werden.

Fazit

Quinoa ist ein interessantes und vielseitiges Lebensmittel. Die Inkas nutzten die Samen bereits schon vor 5.000 Jahren und es ist bis heute ein Grundnahrungsmittel in SĂŒdamerika. Das glutenfreie Korn kann in der KĂŒche Brotgetreide zwar nicht voll ersetzen, doch anteilig lĂ€sst es sich gut in einen Teig einarbeiten. Es wird sehr gerne als eine Form “NahrungsergĂ€nzungsmittel” genutzt, etwa indem es ĂŒber das MĂŒsli gestreut, in den Joghurt eingerĂŒhrt oder im Smoothie seinen Platz findet. Der Grund ist simpel: Kaum ein natĂŒrliches Nahrungsmittel ist derart mit NĂ€hrstoffen gesegnet. So enthĂ€lt Quinoa unter anderem alle neun essentiellen AminosĂ€uren, Eisen, Zink, Vitamine und hochwertige FettsĂ€uren.

Das Pseudogetreide eignet sich außer fĂŒr SĂ€uglinge fĂŒr all jene, die DiĂ€t halten mĂŒssen oder möchten, die sportlich aktiv sind, die auf Gluten verzichten wollen oder mĂŒssen und fĂŒr Menschen, die mit basischen Lebensmitteln ihren SĂ€urehaushalt in Waage halten möchten. Kurz zusammengefasst: Es zĂ€hlt definitiv zur Kategorie “gesunde Lebensmittel”.

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